Das pädagogische Konzept der Kita Maria Frieden

Unser katholisches Profil als Kindertageseinrichtung der Kath. Kirchengemeinde St. Christophorus

Unsere Kindertageseinrichtung ist ein Teil der katholischen Pfarrei St. Christophorus und steht unter ihrer Trägerschaft. Die Seelsorger der Großgemeinde St. Christophorus tragen und gestalten diese Angebote mit. In regelmäßigen Abständen besucht uns Pfarrdechant Schäfer. Wir feiern mit ihm und den Kindern, Eltern, Großeltern etc. gemeinsam Wortgottesdienste in der Kita. Aber auch im Morgenkreis beten wir gemeinsam, singen religiöse Lieder oder erzählen biblische Geschichten. Durch diese vielfältigen Impulse geben wir Ihren Kindern etwas Bleibendes mit auf den Weg und bringen ihnen die Kirche näher. Durch regelmäßige religionspädagogische Fortbildungen bekommen wir weitere Impulse für unsere tägliche religiöse Arbeit.

Innerhalb der religiösen Erziehung bringen wir Gott ins Gespräch und in den Alltag Ihres Kindes.

  • wir erzählen Geschichten aus der Bibel
  • in Rollenspielen bringen wir Ihrem Kind die Bibel näher
  • wir beten und singen gemeinsam
  • wir gestalten Wortgottesdienste in der Kita, Familiengottesdienste in der Kirche, den Kinderkreuzweg
  • wir unternehmen Kirchraumeroberungen

Religionspädagogische Qualität zeigt sich im täglichen Handeln und Umgang miteinander. Wir sind offen für die verschiedenen Religionen und Nationalitäten unserer Familien und möchten Interesse an und Neugierde auf christliche Traditionen und Feste wecken. Wir wünschen uns, dass wir einander mit Respekt und Toleranz begegnen.

Spielen ist wichtig

„Spielen ist eine Tätigkeit, die man nicht ernst genug nehmen kann.“

(Jaques-Yves Cousteau)

Spiel ist Bildung – Bildung beginnt von Anfang an.
In den letzten Jahrzehnten ist die Bedeutung der frühkindlichen Bildung immer mehr in den Vordergrund gerückt. Bildung beginnt nicht erst ab dem Grundschulalter, sondern Bildung beginnt von Anfang an. Bereits von Geburt an wird jedes Kind durch seinen Wissenshunger, Forschergeist und seine eigenen Kompetenzen befähigt, sich die Welt, sein Umfeld und die Menschen eigenaktiv zu erforschen und sein Selbstbildungspotential zu nutzen. Somit kann sich jedes Kind seine Welt täglich mehr erschließen. Auch die sozialen Zusammenhänge werden von Beginn an erlernt. Somit sind besonders heutzutage Tageseinrichtungen ein wichtiger Bildungsort für Kinder. Die Spielphasen werden in zwei Arten unterteilt:

Das freie Spielen auch Freispiel genannt
Während des Freispiels kann Ihr Kind sein Spiel selbst bestimmen. Erzieherinnen geben lediglich Impulse, die sich situationsorientiert und nach den Bedürfnissen der Kinder richten. Unsere Einrichtung ist ein Lebensraum für Kinder. Ihr Kind findet hier viele Möglichkeiten zum Spielen. Im Spiel ist Ihr Kind mit allen seinen Fähigkeiten aktiv:
… es muss sich konzentrieren
… es entdeckt und beobachtet
… es entdeckt Zusammenhänge
… es erlebt das Miteinander mit anderen
… es wird emotional und sozial gefordert

In der Kindergruppe regen wir zum Spielen an und unterstützen damit die kindliche Freude an seiner Umgebung. Ihr Kind hat die Möglichkeit mit Kindern unterschiedlichsten Alters Erfahrungen zu sammeln und auszutauschen.

  • Bauteppiche
  • Rollenspiel- und Verkleidungsbereiche
  • Leseecke
  • Kreativbereich
  • Tischspiele
  • Spielplatz des Außenbereichs

Angeleitetes Spiel
Im Gegensatz zum freien Spiel werden im angeleiteten Spiel bewusste und gezielte Anregungen von uns Erzieherinnen gegeben. Ziel ist dabei immer, das freie Spiel so zu unterstützen, dass den Kindern weitere Entwicklungsfortschritte möglich sind. Es ist im Allgemeinen nur eine kleine Gruppe, die daran teilnimmt und es findet während der Freispielzeit statt. Inhalte des angeleiteten Spiels können sein:

  • Basteln
  • Einführung eines neuen Regelspieles
  • Vorlesen von Geschichten und Bilderbüchern in der Leseecke
  • Gemeinsames Bauen mit Konstruktionsmaterial
  • Kochen und Backen
  • Spiele, die nur für Kleingruppen geeignet sind

Partizipation und Beschwerde – Kinder entscheiden mit!

Partizipation bedeutet: Entscheidungen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden. Partizipation von Kindern bedeutet eine freiwillige Machtabgabe und gleichzeitig eine hohe Verantwortung des Erwachsenen. Die pädagogische Verantwortung gilt nicht der Formung des kindlichen Charakters. Es ist ein zur Verfügungstellen von Entwicklungskontexten. Gemeinsam wird für die Entwicklung kinderfreundlicher Lebenswelten gestritten. Beispiel: Die Kinder entscheiden den Spielort, Spielmaterialien und Spielpartner.
Laut Kinderrechtskonvention Art. 12; SGB VIII §8 und §45 ist es vorgeschrieben, dass Kleinkinder an allen Aktivitäten und Entscheidungen zu beteiligen sind, die sie unmittelbar und persönlich betreffen. An Entscheidungen, die die gesamte Gruppe in der Kita betreffen, werden sie herangeführt. Wir räumen Kindern Rechte in unserer Einrichtung ein, die sie im Rahmen des täglichen Ablaufs und bezüglich ihres eigenen Entwicklungsstandes einfordern und durchsetzen können.

Folgende Rechte gehören u.a. dazu:

  • das Recht, so akzeptiert zu werden wie es ist
  • das Recht auf aktive, positive Zuwendung und Wärme
  • das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, sich zurückzuziehen (im Rahmen unserer Möglichkeiten)
  • das Recht, sich als Person auch gegen Erwachsene oder andere Kinder abzugrenzen
  • das Recht auf einen individuellen Entwicklungsprozess
  • das Recht auf Bildung
  • das Recht auf Auseinandersetzung mit Erwachsenen und Kindern
  • das Recht auf ein Miteinander in der Gruppe
  • das Recht darauf, aktiv soziale Kontakte zu gestalten und dabei unterstützt zu werden
  • das Recht, sich die Spielgefährten selbst auszusuchen
  • das Recht auf selbstbewusste, verantwortungsbewusste und engagierte Bezugspersonen
  • das Recht auf zuverlässige Absprachen und Beziehungen zu Erwachsenen
  • das Recht, zu forschen und zu experimentieren
  • das Recht, vielfältige Erfahrungen zu machen
  • das Recht auf Phantasie und eigene Welten
  • das Recht, die Konsequenzen des eigenen Verhaltens erfahren zu lernen, sich mit Forderungen auseinanderzusetzen
  • das Recht auf überschaubare, sinnvoll nach kindlichen Bedürfnissen geordnete Räumlichkeiten
  • das Recht auf eine Essenssituation, die entspannt und kommunikativ ist
  • das Recht Demokratie zu lernen
  • das Recht auf Partizipation

Bildung braucht Partizipation

Bildung ist Selbstbildung. Im Mittelpunkt steht das Kind. Die Kinder erleben Mitbestimmung! In unserer Kita wählen die Kinder beispielsweise den Spielort, das Spielmaterial und den Spielpartner aus. Die Kinder entscheiden mit bei der Gestaltung des gemeinsamen Frühstücks (z.B. wo ist mein Platz am Frühstückstisch, wie viel und was möchte ich essen). Die Kinder finden gemeinsam Lösungen in Konfliktsituationen, es findet Kommunikation untereinander statt.

Demokratie lernt man beim Tun
Wenn Kinder in der Kita Demokratie erfahren, erleben sie, dass ihre Ideen und Vorschläge ernst genommen werden und in die Tat umgesetzt werden. Sie gewinnen die Überzeugung, Anforderungen bewältigen zu können, und entwickeln Strategien zur Bearbeitung von Problemen. Gerade das Erleben einer Selbstwirksamkeit stärkt die Resilienz (Widerstandskraft) der Kinder gegenüber dem sozialen Umfeld.

Die Zusammenarbeit mit Eltern / Erziehungsberechtigten
Eltern sind die ersten und wichtigsten Bezugspersonen für ihr Kind. Grundlegend für die Partizipationsarbeit ist es, dass sowohl die Kinder, als auch die Eltern und Fachkräfte Rechte haben und miteinbezogen werden. So erfahren alle Beteiligten Wertschätzung und Respekt.

Partizipation muss auch das Team einbeziehen
Die Erwachsenen und ihre Art und Weise miteinander umzugehen sind stets Vorbilder für die Kinder. Sie orientieren nicht nur ihr eigenes Verhalten daran, sie überprüfen auch die Glaubwürdigkeit pädagogischer Ambitionen (warum tust du das?). Erwachsene können authentische Partizipationsmodelle sein, wenn einerseits der Führungsstil durch Transparenz und Vertrauen gekennzeichnet ist und andererseits, wenn sich die pädagogischen Mitarbeiterinnen selbstbewusst engagieren.

Partizipation macht stark
Dies geschieht in unserem KiTa-Alltag, indem wir das Selbstvertrauen der Kinder stärken, ihre Eigeninitiative fördern, die Freiheit bieten, selbstbestimmt und eigenverantwortlich aktiv zu werden, zulassen, dass Kinder eigene Entscheidungen treffen, Kindern Aufgaben übertragen, Kindern etwas zutrauen, sie durch Zuwendung, Aufmerksamkeit und Lob positiv bestärken.

Beschwerdemanagement
Die Bedeutung des Begriffs „Beschwerde“ ist im Duden klar definiert: „Klage, mit der man sich (an höherer Stelle) über jemanden, etwas beschwert.“
In Kindertagesseinrichtungen muss der Begriff der Beschwerde weiter gefasst werden; Kinder äußern ihre Beschwerden oft über nonverbale Äußerungen, Gefühle, allgemeines Unwohlsein (z.B. Weinen, Bauchweh, „mir ist langweilig“) oder personenbezogene Äußerungen wie beispielsweise „die Mädchen sind total zickig“.
Seit dem 01.01.2012 trat die Verankerung im Bundeskinderschutzgesetz in Kraft, die besagt: „Die Anwendung von Beteiligungsverfahren und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche ist jetzt Voraussetzung für die Erteilung einer Erlaubnis zum Betrieb einer Einrichtung.“
Die Beschwerden von Kindern verweisen immer auf ihre Bedürfnisse. Um diese äußern zu können, ist die sorgfältige Eingewöhnung in die Kita notwendig. (siehe Eingewöhnungsphase)

Beschwerdeverfahren für Eltern
Eltern / Erziehungsberechtigte haben die Möglichkeit ihre Beschwerden direkt bei den Erzieherinnen, der Kita-Leitung oder indirekt über den Elternbeirat zu äußern. Die offen angesprochen Konflikte können so konstruktiv als „normale“ Vorkommnisse behandelt und zum Positiven entwickelt werden (siehe QM-Handbuch KP 8.3 „Verfahren zum Umgang mit Beschwerden). Ziel ist es, eine einfühlsame und fehlerfreundliche Kultur zu entwickeln.

Sprache ist das Tor zur Welt

Sprachbildung für alle Kinder und von Anfang an / Sprachförderung
Zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages gehört die kontinuierliche Förderung der Sprachentwicklung des Kindes im Sinne des §22 Abs. 3 SGB VIII. Verfügt ein Kind nicht in altersgemäß üblichem Umfang über deutsche Sprachkenntnisse, hat die Tageseinrichtung dafür Sorge zu tragen, dass es eine zusätzliche Sprachförderung erhält. Sprachförderung ist keine gesonderte Aufgabe, sondern integrierter Bestandteil des eigenständigen und ganzheitlichen Auftrages unserer Kindertageseinrichtung.

Ein weiterer Schwerpunkt der ganzheitlichen Sprachbildung in unserer Kindertageseinrichtung ist die Musikalische Elementarerziehung.

„Singen ist der Königsweg zur Sprache.“

(Alfred A. Tomatis)

Beispiele für Sprachförderung im Alltagsgeschehen unserer Einrichtung:

  • tägliches Singen
  • Instrumentationen
  • Rhythmen klatschen
  • Reime, Sprichwörter, Rätsel
  • Geschichten / Märchen erzählen
  • Bilderbuchbetrachtungen
  • Rollenspiele
  • Entdeckungs- und Wahrnehmungsspiele
  • Bewegungs- und Musikspiel

Stärkung der Sprach- und Lesekompetenz durch das 14tägige Angebot des Kooperationspartners der Lesewelt Werne e.V.

Eltern gehören dazu – Elternmitwirkung in unserer Kindertageseinrichtung

Die enge Zusammenarbeit und der Kontakt zwischen Erziehungsberechtigten, pädagogisch tätigen Kräften und dem Träger ist für uns die Voraussetzung für eine gute pädagogische Arbeit. Im Rahmen einer familienergänzenden Erziehung sehen wir die Eltern als wichtige Partner der Kindertageseinrichtung. Nur mit ihrer Mithilfe können Entwicklungs- und Lernprozesse gelingen. Kurze Gespräche während des Bringens und Abholens der Kinder geben die Möglichkeit zum Austausch zu Stimmungen und Gefühlslagen der Kinder und lässt uns somit auch angebracht und schnell reagieren. Bei Aktionen, Vorbereitungen, aber auch bei der Durchführung von Festen beziehen wir gerne die Eltern mit ein. In verschiedenen Gremien können sich Eltern aktiv einbringen.

Elterngespräche
Im persönlichen Gespräch mit den Eltern wird über den Lern- und Entwicklungsstand ihres Kindes informiert. Sie erhalten im persönlichen Gespräch einen Einblick in den Desk-Bogen (Dortmunder Entwicklungsscreening für Kindergartenkinder), BaSik-Bögen und die Bildungsdokumentation ihres Kindes. Darüber hinaus können sie bei Bedarf jederzeit einen Termin mit uns vereinbaren.

Unser pädagogisches Team

Unser engagiertes Team arbeitet bereits seit vielen Jahren vertrauensvoll gemeinsam für und mit den uns anvertrauten Kindern und Familien. Die Stärken und vielfältigen beruflichen Kompetenzen einer jeden werden hier zusammengefasst und zeichnen unsere Arbeit mit den Kindern und den Familien aus.
Christliche Werte werden gelebt und vermittelt, was sich auch an der vertrauensvollen und herzlichen Atmosphäre in der Kita widerspiegelt. Durch diverse berufliche Fortbildungen können wir unsere pädagogische Arbeit in den verschiedenen Bereichen weiterentwickeln und Neues mit einfließen lassen.
Eine gute Erziehungspartnerschaft mit den Familien ist uns enorm wichtig. Mit viel Freude an der Arbeit wollen wir Sie in der Erziehung Ihrer Kinder unterstützen.