Das pädagogische Konzept der Kita St. Christophorus

Unser katholisches Profil als Kindertageseinrichtung und die Kirchengemeinde St. Christophorus

Unsere Kindertageseinrichtung ist ein Teil der katholischen Pfarrei St. Christophorus und steht unter ihrer Trägerschaft. Pfarrdechant Jürgen Schäfer steht uns für seelsorgerische und religionspädagogische Fragen zur Seite und ist gemeinsam mit Vertretern des Kirchenvorstandes auch Mitglied im Rat der Tageseinrichtung. Wir feiern gemeinsam Wortgottesdienste in der Kita und Familiengottesdienste in der Pfarrkirche St. Christophorus.
Obwohl die Kindertageseinrichtung nicht in direkter Nachbarschaft zur Kirche liegt, sind wir eingebunden in den Jahreskreis der Gemeinde, was sich z.B. durch die Familiengottesdienste, durch Mitarbeit und Mitgestaltung von Festen oder durch Besuche in der Kirche zeigt.

Jesus wendet sich den Kleinen zu, nimmt sie wichtig und achtet sie. Er segnet sie – dieser Zuspruch macht Kinder stark und lässt sie Selbstvertrauen gewinnen. Menschen, die wie Kinder vertrauen und sich nicht auf die eigene Größe und Leistung verlassen, gehört das Reich Gottes. Gerade die Kleinsten, Ärmsten und Geringsten finden darin Platz. (Bischöfliches Generalvikariat Münster, Abt. Schule und Erziehung)

Kinder brauchen Religion

… weil sie Welt und Leben deutet, zum Leben ermutigt und Vertrauen fördert.
… weil sie Ich-Stärke aufbaut, Geborgenheit, Zuversicht und Hoffnung schenkt.
… weil sie die Fragen nach sich, der Welt und Gott aufnimmt und weiterführt und zu Antworten verhelfen kann.
… weil sie mit unseren christlich geprägten kulturellen und geschichtlichen Wurzeln vertraut macht.

Der religionspädagogische Ansatz unserer Kindertageseinrichtung orientiert sich an den ganzheitlichen Bedürfnissen der Kinder. Diese sind:

  • geborgen sein können, Nähe erfahren
  • gerecht behandelt werden und dazugehören
  • kreativ sein können, Fähigkeiten entfalten und etwas lernen wollen
  • Selbstvertrauen gewinnen, sich angenommen und bejaht fühlen
  • den Anderen mit seinen Stärken und Schwächen annehmen, wie er ist
  • sich selbst und die anderen Menschen achten und respektieren, um friedvoll miteinander umzugehen

Grundbedürfnisse der Kinder in positive Grunderfahrungen einmünden zu lassen, ist für uns die Basis von religiöser Erziehung. Konkret wird diese im Miteinander lernen, beten, teilen, feiern, helfen, glauben und trösten.

Religionspädagogische Qualität zeigt sich im täglichen Handeln und Umgang miteinander. Wir sind offen für die verschiedenen Religionen und Nationalitäten unserer Familien und möchten Interesse an und Neugierde auf christliche Traditionen und Feste wecken. Wir wünschen uns, dass wir einander mit Respekt und Toleranz begegnen.

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist,
und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

(Friedrich Schiller)

Spielen ist wichtig!

In unserer Einrichtung messen wir dem Spiel selber eine zentrale Stellung zu. Das Spiel ist von entscheidender Bedeutung für den Aufbau der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Es ist aktives Auseinandersetzen mit dem Leben und der Umwelt. Spielen ist eine Tätigkeit, die das Kind zum Vergnügen, zur Entspannung und allein aus Freude an ihrer Ausübung ausführen kann. Die Spielphasen werden in zwei Arten unterteilt:

Freispielphase
Freispiel in unserer Einrichtung heißt wirklich „freies Spiel“ der Kinder, es ist weitestgehend frei von Interventionen seitens der Erzieher/innen. Die Kinder können allein entscheiden, wo und mit welchem Material sie spielen. Die Erzieher/innen setzen lediglich Impulse, die sich an aktuellen Anlässen und Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Angeleitetes Spiel
Gemeinsam mit einem Erzieher oder einer Erzieherin erarbeitet / erwirbt das Kind oder eine Kleingruppe Spielkompetenzen. Der Erzieher/die Erzieherin hat so die Möglichkeit das Kind zu unterstützen und Hilfestellungen zu geben. Gleichzeitig kann der Erzieher / die Erzieherin Fähigkeiten bzw. Defizite des Kindes feststellen und so durch das Spiel gezielt fördern. Auch hier arbeiten wir situations- und handlungsorientiert an den Bedürfnissen der Kinder.

Partizipation und Beschwerde – Kinder entscheiden mit!

Das demokratische Mitbestimmungsrecht aller Menschen gilt natürlich auch für Kinder. Kinder sind Gestalter ihres Lebens, mit eigenen Interessen, Bedürfnissen und Kompetenzen. Hierbei steht im Fokus, Kinder altersgemäß an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen, die ihre Lebenssituation betreffen, zu beteiligen.

Die praktische Umsetzung der Partizipation und Beschwerde in unserer Einrichtung:

  • partnerschaftliches Handeln
  • auf Augenhöhe mit den Kindern Entscheidungen diskutieren
  • Rechte der Kinder
  • Teilhabe an Aktivitäten oder Aktionen selbstbestimmend
  • Individualität akzeptieren
  • Zeit füreinander haben
  • Inklusion aller Kinder
  • praktische Umsetzung neuer Wege
  • Akzeptanz der unterschiedlichen Bedürfnisse
  • Transparenz der Strukturen und Regeln
  • in vertrauensvolle Beziehung treten
  • ohne Mit- und Selbstbestimmung geht es nicht
  • Neues gemeinsam entwickeln
  • Beschwerde als Gesprächsgrundlage
  • ernst nehmen
  • Stopp! Ich möchte das nicht!
  • Chancen für alle
  • hinhören
  • Wir-Gefühl stärken
  • Entscheidungen gemeinsam treffen
  • Rechte der Kinder
  • Demokratie
  • Einfluss nehmen können

Partizipation und Beschwerde heißt für uns in unserer Einrichtung Rücksicht auf die Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse der Kinder zu nehmen, um ihnen eine sichere Basis zu schaffen. Als pädagogische Fachkräfte ist es uns wichtig, die Kinder ernst zu nehmen, als Bezugspersonen immer Ansprechpartner zu sein und die Kinder auch in kleinsten Alltagssituationen zu begleiten.

Die im Kindergartenalltag geführten Gespräche beinhalten eine Vielzahl an praktischen Instrumenten der Mitbestimmung, wie z.B. die selbstständige Auswahl von Spielbereichen, Spielpartnern, anregenden Spiel- und Beschäftigungsmaterialien, und das tägliche Frühstück (wann, mit wem, was).

Mitbestimmung ist ein Prozess
Bei der gemeinsamen Umsetzung der Mitbestimmung erwerben die Kinder, dem Alter entsprechend, wichtigste Kompetenzen, die ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl stärken! Somit werden sie befähigt, an dem Prozess der Partizipation und somit aktiv an der Gestaltung des Alltags mitzuwirken.
Bei allen Zielen der Beteiligung von Kindern darf man nicht außer Acht lassen, dass die Mitbestimmung auch Grenzen erfahren kann. Strukturen, Regeln und wiederkehrende Rituale, die von Erwachsenen ausgehen, geben den Kindern auch sehr viel Sicherheit, Halt und Geborgenheit.

Sprache ist das Tor zur Welt

Sprachförderung: Für eine gelungene und effektive Sprachförderung sind Gespräche, Erzählungen, Erlebnisse, Bücher, Lieder, u.v.m. in natürlichen Sprachsituationen für die Kinder in der Kita sehr wichtig. Sprache hat ihren Ursprung im zwischenmenschlichen Miteinander.

Kinder haben Spaß an Sprache, erweitern ihre Sprachkompetenzen und ihren Wortschatz, wenn folgende Grundlagen dazu gegeben sind:

  • sie sich in ihrer Umgebung sicher und vertraut fühlen
  • sie sich als Person ernst- und angenommen fühlen
  • sie Sprachvorbilder haben
  • Sprache selber üben: bei Fingerspielen, Lieder singen, bei Gesprächen
  • Sprache zu hören: bei Bilderbuchbetrachtungen, bei Vorlesegeschichten, beim CD hören
  • sie Themen erleben und erarbeiten, die ihrem Interesse entsprechen
  • sie von der Mundmotorik dazu in der Lage sind
  • sie ihre Umwelt mit allen Sinnen begreifen, fühlen, ertasten, riechen , schmecken, hören und somit verstehen können; dass was ich mit allen Sinnen erlebe, kann ich in Worte fassen; die auditive Wahrnehmung gut funktioniert: Erzähltes hören, Geräusche erkennen und unterscheiden
  • Sprache ist zentraler Baustein in unserem Kindergartenalltag und kommt in allen Bereichen zum Einsatz. Zur ganzheitlichen Sprachentwicklung eines jeden Kindes gehört das Erzählen, Aussprechen dürfen, Zuhören und Fragen stellen dürfen. Kinder lernen Sprache gezielt einzusetzen, erweitern ihren Wortschatz im täglichen Gruppengeschehen und erleben Sprache als zentrales Medium.

Wir sind eine „bewegte“ Kita

Alle Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, sie wollen und müssen sich bewegen. Bewegt erleben sie sich, ihre Umwelt und ihre Mitmenschen.
Die drei Säulen Bewegung, Bildung und Gesundheit gehören untrennbar zusammen und uns ist diese ganzheitliche Vermittlung von Bewegung in unserer Kindertageseinrichtung in besonderem Maße wichtig. Gemeinsam haben wir und können wir viel für die Kinder in Bewegung setzen.

Bewegung
… kommt im allen frühkindlichen Lernprozessen eine bedeutende Rolle zu: Über Bewegung erleben sich die Kinder und ihre Umwelt. Bewegung hilft ihnen, selbstständig zu werden und Selbstvertrauen zu gewinnen, sie gewinnen soziale Kompetenzen, sie bilden sich kindgerecht.

Gesundheit
… und Bewegung sind elementare Bestandteile von Wohlbefinden, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Bewegung ist wichtig für das Gelingen des Aufwachsens und der Entfaltung zu einer eigenständigen Persönlichkeit.

Bildung
… ist also mehr als Lernen und geistige Entwicklung. Wir möchten hier den Kindern Material und Raum geben, dass sie sich ausprobieren können, ihre Umwelt aktiv entdecken können und dies alles in einer Umgebung, in der sie sich sicher und geborgen fühlen können.

Bewegung ist für Kinder eine Ausdrucksmöglichkeit von Gefühlen, Kommunikation und Selbstbestätigung. Wir helfen Kinder ihre Mobilität in Freude an der Bewegung Ausdruck zu verleihen. Toben, klettern, hüpfen, springen, balancieren stärken nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die geistigen.

Unser pädagogisches Team

Das persönliche Engagement und die berufliche Fachkompetenz jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters zeichnen das Team der Einrichtung St. Christophorus aus. Es ist uns wichtig, dass wir uns in den vielfältigen Fachgebieten und Möglichkeiten unseres Berufsfeldes fortbilden und weiterentwickeln.
Unsere christlichen Werte sind die Grundlage für uns, neue Visionen zu entwickeln und offen und interessiert Neues zu wagen. Unser Team ist geprägt von einer starken Gemeinschaft, was sich durch Toleranz, Flexibilität und viel, viel Freude an der Arbeit mit Kindern und ihren Familien zeigt.

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